Wie isst man dies? Wie isst man das?

Und was trinkt man dazu? Hilfe, ich will keine blöde Figur machen!
Über strenge & weniger strenge, ernste und augenzwinkernde Gewohnheiten unserer Tage

Benehmen – natürlich im Sinne von: r-i-c-h-t-i-g-e-s Benehmen ist Glückssache!

Manchmal kommt dann auch noch das Pech hinzu, etwa wenn eine Weinbergschnecke aus der Zange über den Tisch in fremde Teller flutscht.

Oder wenn der Oliven-, der Kirsch- oder sonst ein Kern wie aus einem Katapult geschossen aus unbekannter Richtung an unser Hemd klatscht. Adolf Freiherr von Knigge, der Pionier der guten Etikette, hat in seinem berühmten Benimmbuch auch schon mal ein Auge zugedrückt und geschrieben:

„Sei nicht so sehr ein Sklave der Meinung anderer von Dir, sei selbständig! Was kümmert Dich am Ende das Urteil der ganzen Welt, wenn Du tust, was Du sollst?“
 
 
Die aufmerksamen Servierkräfte in den Vinum Hotels Südtirol sind nicht nur erstklassig gut geschult, sie pflegen auch den typisch lockeren Südtiroler Umgang mit den Gästen.

Selbst Gäste von Luxusherbergen sollen – frei nach Freiherr von Knigge – ungeniert zupfen und saugen, zuzeln und pulen, bröseln und dippen dürfen …


Der Weinbrief im September ist den heiteren Benimm-Regeln in den Vinum Hotels Südtirol gewidmet!

Sehr beliebt ist inzwischen bei Jung & Alt das ungezwungene Bankettservice, bei dem eine größere Anzahl von Personen zur gleichen Zeit dasselbe Menü serviert bekommt. In den Vinum Hotels Südtirol wird dabei in den meisten Fällen das Essen direkt auf einzelne Teller schön angerichtet serviert.

Früher - erzählen ältere, erfahrene Servier-Fachkräfte augenzwinkernd – wurde das Essen eher von Platten vorgelegt oder die Gäste bedienten sich selbst von den dargebotenen Platten. Saucen und Beilagen wurden in der Regel auf die Tische gestellt …. das gab dann mitunter ein abenteuerliches Gedränge, Schieben & Stoßen, was wahrscheinlich den deutschen Liedermacher Reinhard Mey zur berühmten Ballade von der Schlacht am kalten Büffet inspiriert hat: „Bei der heißen Schlacht am kalten Buffet, da zählt der Mann noch als Mann//Und Auge um Auge, Aspik um Gelee, hier zeigt sich, wer kämpfen kann, hurra//Hier zeigt sich, wer kämpfen kann//Da blitzen die Messer, da prallt das Geschirr mit elementarer Wucht//Auf Köpfe und Leiber und aus dem Gewirr versucht ein Kellner die Flucht …“

Und noch ein paar halbernst gemeinte Sätze zum passenden Wein.

Normalerweise sind die Weinkellner edel, hilfreich und gut.

Böse Weinkellner erkennt man daran, dass sie stocksteif-stur nie von ihrer orthodoxen Meinung abrücken.

Nehmen wir nur irgendein Artischockengericht als Beispiel: wenn Sie sich einen Weißburgunder oder einen Sauvignon wünschen, dann wird sie ein sturer Weinkellner stets zu einem Chardonnay verführen wollen. Weil – wird er sagen -, weil es zum mächtigen Artischockengeschmack einen Weißwein braucht mit enormer Struktur, Potenz, Fülle. Da sollte man dann tapfer trotzdem zu seinem Sauvignon oder Weißburgunder stehen. Struktur? Potenz? Fülle? – das haben der Weißburgunder „St. Valentin“ der Kellerei St. Michael und der Sauvignon „Lafoa“ von Schreckbichl. Auch wenn man noch ein Wein-Novize ist, sollte man bösen, orthodoxen Weinkellnern ohne Furcht entgegen treten.

Sonst bleibt man sein Leben lang ein kleines Entlein, das hilflos im großen Weinmeer schwimmt.
 
 
Der Vinum Hotels Weinbrief im Oktober

„Wo der Wein wächst, heißt es in einer Südtiroler Redensart, sind die Leute gemütlich und neugierig auf den neuen Wein-Jahrgang“ – über Kastanien, Kerner, gesellige Zusammenkünfte im Herbst

„Herr, es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß. // Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren, // und auf den Fluren lass die Winde los. // Befiehl den letzten Früchten, voll zu sein; // gib ihnen noch zwei südlichere Tage, // dränge sie zur Vollendung hin, und jage // die letzte Süße in den schweren Wein.“

Die von Rainer Maria Rilke besungene, ja beschworene Herbststimmung entspricht gefühlvoll der Hoffnung aller Südtiroler Weinbauern: > jage die letzte Süße in den schweren Wein!<  In Südtirol fallen im Herbst sowohl das Kastanien-Sammeln wie die Weinernte in die September- & Oktober-Wochen.

Dann wird in gepflegten, traditionellen Buschenschänken wie auch in den renommierten Vinum Hotels Südtirol der süße Most, die gebratenen Kastanien und der frisch vergorene Jungwein kredenzt. Im Eisacktal, einem der „Kerngebiete“ von Wein- & Kastanienbräuchen, wartet man Jahr für Jahr gespannt auf den neuen Kerner, Sylvaner, Ruländer, Müller Thurgau, Riesling.

Der Weinbrief im Oktober ist den prächtigen Herbst-Bräuchen und Herbststimmungen in den Vinum Hotels Südtirol gewidmet!