„Wer Sorgen hat, hat auch Likör!“

Ein paar Südtiroler Schnapsgeschichten für die Sommerzeit!
"Es ist ein Brauch von alters her: Wer Sorgen hat, hat auch Likör!"
Wilhelm Busch, Die fromme Helene

Umgangssprachlich werden Spirituosen oft auch als Schnaps bezeichnet. Das Wort Schnaps kommt aus der niederdeutschen Sprache und ist verwandt mit dem Wort „schnappen“, was sich darauf bezieht, dass der Schnaps normalerweise in einem schnellen Schluck aus einem kleinen Glas (Kurzer, Stamperl, Schnapper, Schnabbes) getrunken wird.

Der Homo Sudtirolensis ist längst auch ein tüftelnder, ständig experimentierender Welt- und Gaumen-Verbesserer geworden: es gibt Aceto Balsamico aus Seis, Whisky aus Glurns, Amarone aus Bozner Lagrein, jetzt auch noch Rum aus Gargazon.

Der Vinum Hotels Südtirol Weinbrief im August ist den besten Südtiroler Schnapsflaschen gewidmet, die wir uns für den Sommer gesammelt haben!


 
 
Alkohol ist älter als Ötzi. Die gezielte Herstellung von alkoholhaltigen Getränken begann nach wahrscheinlich schon im Mesolithikum, also ca. 10000 Jahren. Mit der Entwicklung der Ackerbauern und Viehzüchter (Neolithikum) beginnt die gezielte Herstellung alkoholischer Getränke, die als Nahrungs- und Genussmittel und vor allem in Zusammenhang mit kultischen Handlungen Verwendung fanden.

„Der Name Alkohol entstammt dem Arabischen "al´khol" und bedeutet "Etwas Feines" im Sinne eines Auszugs von etwas Größerem. Urkundlich zum ersten Mal erwähnt wurde die Alkoholdestillation in den Schriften des Magister Salernus (+1167). Auch in den Schriften des Alchemisten und Bischofs von Regensburg Albertus Magnus (1193-1280) finden sich ausführliche schriftliche Aufzeichnungen zur Herstellung von aqua ardens (lat.:“brennendes Wasser“).“

Der Homo Sudtirolensis ist längst auch ein penetranter Welt- und Gaumen-Verbesserer geworden: es gibt Aceto Balsamico aus Seis, Whisky aus Glurns, Amarone aus Bozner Lagrein, jetzt auch noch Rum aus Gargazon. Aber was für einer! Absolut unsüß zielt er kerzengerade auf unsere Schnapsgurgel – wenn Marken-Rum, weil zu süß, längst fad geworden sind, dann wird man zu Rum von Ulrich Huez greifen (Vertrieb: Bahnhofstr. 29, Gargazon – mobil: 335 6292950).

Der Traminer Bauer Hansjörg Weis ist ein begnadeter Schnapsbrenner, pardon: Destillateur, denn seine „Plonhof“-Schnäpse sind ausnahmslos Edel-Destillate. Denn etwas, das geschmacklich „darunter“ wäre, dafür würde sich der Pignolo-Perfektionist schämen, ein Etikett drüber zu picken.
Speziell mit dem Quitten- und dem Williamsbrand hat sich der „Plonhof“ einen guten Namen in der exklusiven Welt der Edel-Destillateure gemacht. Aber auch mit Apfel-, Zwetschken-Brand und mit den feinen „Trebern“/Grappas von Lagrein, Blauburgunder und Gewürztraminer haben sich Hansjörg Weis und seine Frau Britta auf der österreichischen „Destillata“ die höchsten Jury-Preise erobert. Der exotisch-fruchtige Hefebrand vom Gewürztraminer gilt vor allem in Deutschland und Österreich als Geheimtipp.

Der Favorit der Vinum Hotels Südtirol-Sommeliers blieb und bleibt nach mehreren Verkostungen der Vogelbeeren-Brand: extreeeem lang anhaltend, sehr fruchtig, kräftige, dennoch elegante Gerbstoffe. Einziger Nachteil: es gibt davon nicht allzuviele Flaschen ….„Mäßig genossen schadet Alkohol auch in großen Mengen nicht“, sagte weiland Harry Rowohlt, Verleger-Sohn, genialer Übersetzer, Stänkerer, Vorleser, Dichter & Whiskey-Liebhaber.
 
 
Der Vinum Hotels Weinbrief im September:
Schwierige Weinkombinationen - Wein mit Kastanien, Artischocken, „Finocchiona“ oder Speck

"Alles kann irgendwie gut zusammen passen. Man muss nur probieren, probieren und wieder probieren."
Sagt Hugh Johnson, der englische Grandseigneur und erfolgreichste Weinautor der Welt.

Ein schwieriges Thema in der Gastronomie sind Artischockengerichte – diese wunderschöne Pflanze schmeckt köstlich bis zum Fingerabschlecken, aber mit welchem Weißwein soll man gegen den wuchtigen Artischockengeschmack ankämpfen? Ein schlauer Weinkellner wird wohl einen stark „barriquierten“ Chardonnay empfehlen – denn die Artischocke wirkt wie ein geschmackliches „Löschpapier“, sie nimmt dem Wein den kräftigen Eichenholzgeschmack.

Der Vinum Hotels Südtirol Weinbrief im September ist den besten Südtiroler Sommeliers gewidmet, die uns wertvolle Tipps geben für spannende Wein-Begleitungen!