Wein-Wandern in den Alpen!

Die besten Touren in den Südtiroler Weingebieten
„wein.kaltern“ ist die erste erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Gastronomie und Weinwirtschaft in Südtirol – zu den bemerkenswerten Initiativen gehört u. a. die Erstellung eines markierten Wein-Wanderweges durch die Wein-Riegl des Dorfes.

Beim „Weinwandertag“ haben über 2 Dutzend Kalterer Weinbetriebe ihre Keller und Schänken von Uhr geöffnet. Es sind die Partnerbetriebe des Konsortiums wein.kaltern, die an diesem Tag ihren Gästen eine gemütliche und zugleich sehr interessante Einkehrmöglichkeit bieten.

Einblicke in die Kellerarchitektur, Weinverkostungen vor Ort, kulinarische Leckerbissen; einen Frühlingstag mit der Familie und Freunden erleben: das ist der Kalterer Weinwandertag. Auch die Kinder kommen auf ihre Kosten und an einigen Orten werden sogar kulinarische Köstlichkeiten angeboten.
 
 
In der Weinbaugemeinde Kaltern gibt es viele Spuren einer ur- und frühzeitlichen Besiedelung. 

Traubenkernfunde von einem jungsteinzeitlichen Kultplatz auf dem Mitterberg belegen, dass im Raum Kaltern bereits die Zeitgenossen der Gletschermumie „Ötzi“ Weinreben sehr geschätzt und wohl auch gepflegt haben. Heute gilt Kaltern als mustergültiges Weindorf, in dem Kellereien und Gastronomie harmonisch, Stänkerer behaupten: zumindest weinselig zusammenarbeiten.

Die gemeinsame Plattform „wein.kaltern“ ist eine visionäre Ideenschmiede – zu den erfolgreichen Initiativen gehören u. a. das „weinhaus.kaltern“ und der „wein.weg“, auf dem im April die wichtigste Südtiroler Frühlingswanderung unter Reben stattfindet – der Kalterer Wein-Wandertag.

Vial - Prunar - Palurisch

Der „wein.weg“ führt vorbei an Lagen und Weinhöfen bis zum Kalterer See. Die unterschiedlichen Weinlagen, auch Riegel genannt, werden durch weiße Kalkstein-Schwellen im Boden markiert, die mit Bezeichnungen rätoromanischen Ursprungs wie „Vial“, „Prunar“ oder „Palurisch“ versehen sind.

Vier Stationen entlang des Rundweges laden mit Sitzgelegenheiten und Tischen zum Verweilen ein – und während man die Aussicht auf Reben und See genießt, kann man auf in den Tischplatten eingelassenen Schrifttafeln mehr zur Weinkultur in Kaltern lesen.

Beim „Weinwandertag“ im Frühling haben über 2 Dutzend Kalterer Weinbetriebe ihre Keller und Schänken von 10 – 18 Uhr geöffnet.

(Informationen unter: Ferienregion Südtirols Süden, Pillhofstr. 1, Frangart/Eppan - Tel. 0471 633488)

Früher wurde noch von der Tschermser Kirchenkanzel herunter gegen Insektenplagen, Hagel, Schimmelbefall und andere Katastrophen, die den Weinbau bedrohten, gepredigt.

„eodem anno flogen die Heyschröckhen aus der Tartarey durch Vngern … und khamen in das Etschtal gen Botzen … und verwuesteten das feld allenthalben gar vbel“ 
(über die Heuschreckenplage anno 1348) 

Um Schutz für ihren Wein zu erflehen, schultern die Tschermser Weinbauern auch heute noch zu Pfingsten Sankt Urban, ihren Wein-Heiligen, und tragen ihn bei der Prozession entlang der steilen Weingüter. Eine archaische Reminiszenz alter Sitten und Gebräuche in Tirol.

Girlan hat – einer alten Legende nach – unter der Erde mehr (Keller)Kubatur als oberhalb. Das kleine Dorf (eigentlich nur ein Ortsteil der Großgemeinde Eppan) ist als Weinbau-Gemeinde ein Südtiroler Hauptort – mit zwei Kellerei-Genossenschaften und mehreren kleineren Kellereien.

Auf einem der schönsten Girlaner Wanderpfade entlang der Reben haben die rührigen Girlaner einen Wein-Lehrpfad mit ausführlichen Schautafeln errichtet, auf dem die wichtigsten Daten, Geschichten und Fakten zur Weinbaugeschichte des Dorfes festgehalten sind.
 
 
Der Vinum Hotels Weinbrief im April:

„Was der Einzelne allein nicht schafft, können viele gemeinsam aber bewältigen!“– Die Erfolgsgeschichte der Südtiroler Kellerei-Genossenschaften


Heute gibt es in Südtirol zwölf Kellereigenossenschaften mit 360 Mitarbeitern und knapp 3300 Mitgliedsbetrieben, die 3332 Hektar Weinbaufläche bearbeiten und für fast drei Viertel der Weinproduktion im Land verantwortlich zeichnen. Die Genossenschaften lassen dabei den einzelnen Weinbauern genügend Freiraum, damit diese sich individuell entfalten können.

Zugleich verteilen sie aber auch das Risiko auf viele Schultern, tragen die Innovationslast für ihre Mitglieder, halten die Qualität durch Betreuung und Ideenaustausch hoch, können auf hochmoderne Ausstattung zählen sowie schnell und professionell auf Wetterkapriolen reagieren – Anforderungen, die für einzelne Bauern nicht zu schultern wären.

Der Vinum Hotels Südtirol Weinbrief im April ist den famosen Südtiroler Kellerei-Genossenschaften gewidmet!