„Starke Frauen in Weinberg, Keller und am Regie-Pult“

Mutige und visionäre Südtiroler Wein-Frauen
Inspiriert von den italienischen „Donne del Vino“, den federführenden Frauen in der italienischen Wein-Landschaft, gibt es auch in der traditionell von den Männern dominierten Südtiroler Weinszene energiegeladene Frauen, die mit viel Kreativität und neuem Schwung die Weinbranche aufgemischt, bereichert & qualitativ vorangetrieben haben.

Pionierin war diesbezüglich sicherlich die in Tramin verheiratete Weltbürgerin Elena Walch, die mit ihrer gleichnamigen Tenuta seit über 3 Jahrzehnten regelmäßig Spitzenweine präsentiert, die auch auf internationalen Weinmessen für Furore sorgen.
 
 
Mit Werner Walch endet das Patriarchat und beginnt das Matriarchat im Traminer Weinhause Walch. Werner überließ die Führung der Kellerei seiner Frau Leni-Elena Schenk, die dem renommierten, jedoch ziemlich behäbig-altmodisch agierenden Betrieb radikale Umstrukturierungen verpasste.

Der wichtigste Eingriff: unter dem bewährten Namen „Wilhelm Walch“ wurde die große Sorten-Palette der preiswerten Weine vereint, während unter dem neuen Etikett „Elena Walch“ die Quintessenz aus den besten Weinlagen abgefüllt wurde.

Der Rest ist größtenteils bekannt: Leni/Elena Walch sorgte in den letzten 30 Jahren für ziemlich frischen Wind in der männlichen Weindomäne Südtirol, schloss sich erfolgreich, auch ideengebend den „Donne del Vino“ an & begeisterte (last but not least) natürlich die Weinbeißer mit raren Tropfen: von der hochpreisigen weißen Cuvée „Beyond the Clouds“ über den regelmäßig mit den „3 bicchieri“ des Gambero Rosso ausgezeichneten Gewürztraminer „Kastelaz“ bis zu überraschendem Blauburgunder, Merlot und Lagrein.

Die Zukunft des Matriarchats im Hause Walch ist sozusagen gesichert, denn Werner & Leni/Elena haben keinen Sohn, aber zwei Töchter: Julia (30) und Karoline (29) lösten vor über fünf Jahren Mama Elena an der Spitze der Kellerei ab. Karoline betreut den Hauptmarkt Italien, sowie Kanada und die USA – Julia kümmert sich um die restlichen über drei Dutzend Länder, in die „Wilhelm Walch“ & „Elena Walch“-Weine exportiert werden.

Fein, elegant, samtig, weich - selten wird ein Wein derart stark mit weiblichen Attributen besetzt wie der St. Magdalener. Starke Wein-Frauen aus drei Generationen vom St. Magdalener Schutzkonsortium nahmen das im Herbst zum Anlass, „uns einmal ganz der weiblichen Sichtweise auf diesen typischen Bozner Wein zu widmen“: Margareth Pfeifer (Pfannenstielhof), Judith Rottensteiner (Weingut Hans Rottensteiner), Kathrin Werth (Muri-Gries Weingut | Klosterkellerei ) erzählten vor internationaler Fachpresse bei spektakulären Interviews auf einer Couch inmitten der Weinhügel von Bozen vom Leben und Arbeiten mit einem der geschichtsträchtigsten Südtiroler Weine auf seinem Weg in die Moderne.

Gertrud Vogel (Lieferantin, Weingut Rottensteiner), gebürtige Schweizerin aber eng verbunden mit Südtirol, bewirtschaftet seit 19 Jahren den Premstallerhof, wo sie nach biodynamischen Ansätzen arbeitet: „Ich habe gelernt, dieses Land selbst zu bearbeiten, was mir eine große Freude bereitet, da ich sehr gerne in der Landwirtschaft und im Kontakt mit der Natur arbeite.“

Maria Romaner (Gleifnerhof) ist ein Beispiel für eine kleine, aber bedeutende Revolution: als jüngste von drei Schwestern hat sie 2018 beschlossen, den elterlichen Hof weiterzuführen. „Ich bin in den Weinbergen von St. Magdalena aufgewachsen und habe insbesondere von meinem Vater die Arbeit in den Reben gelernt und die Liebe zum Wein geerbt. Heute fühle ich die Verantwortung, die großartige Arbeit unserer Vorfahren für kommende Generationen zu erhalten.“

Der Vinum Hotels Südtirol Weinbrief im Dezember ist der Pionierarbeit der Südtiroler Weinbäuerinnen und Önologinnen gewidmet! Sie arbeiten als Winzerinnen und im Keller, sind Önologinnen, Sommeliers, Expertinnen und Marketingstrateginnen und tragen zum Erfolg der Südtiroler Weinwirtschaft bei. Das gilt für den Verkauf hierzulande ebenso wie auf internationaler Ebene.

Die Frau gilt als Seele am Hof und im Haus. Längst hat sich auch in Südtirol das Rollenbild der Frau in der Weinbranche gewandelt.
 
 
Der Vinum Hotels Weinbrief im Jänner
„Sammetblauer Himmel, heißer Wein, süße Sinnlichkeit“ – die langlebigen Südtiroler Rotweine aus den besten Lagen

Grands Crus sind die besten Lagen. Die Bezeichnung „grand cru“ (franz., wörtlich „großes Gewächs“) bedeutet natürlich nicht automatisch, dass aus diesen grundsätzlich der beste Wein kommt. Es kommt selbstverständlich sehr auf die Arbeitsweise und das Engagement der jeweiligen Weinbauern und Kellermeister an.



Das Weinland Südtirol hat beides: exponierte Terrassenlagen, steil abfallende Hügel, Wind, warme Tage, kühle Nächte – und Kellermeister, die ihre harten Ausbildungsjahre zwischen Istituto San Michele, Klosterneuburg, Geisenheim, Montpellier und Veitshöchheim in den besten Weinschulen verbracht haben. Ideale Voraussetzungen für langlebige Rotweine!

Der Vinum Hotels Südtirol Weinbrief im Jänner ist den großen Südtiroler Rotwein-Gewächsen gewidmet!