„Romantik und Märchen!“

Die Gastgeber entdecken
die Liebe zum Wein: Andreas Nicolussi, „Stroblhof“, Eppan
Alle Südtiroler Vinum Hotels bieten mindestens einmal in der Woche themenspezifische Weinverkostungen an. Das ist für ungeübtere Weinnasen ideal, um die typischen Sorten eines Südtiroler Weinanbaugebietes kennen zu lernen.

Für erfahrene Weinkenner sind Vertikalverkostungen äußerst lehrreich, um geschmackliche Besonderheiten des jeweiligen Jahrganges zu erkunden. Und bei spezifischen Sortenverkostungen erkennen die Vinum Gäste die markanten Unterschiede zwischen den bekanntesten Südtiroler Lagenweinen.

Einen eigenen Weinberg zu besitzen,
ihn zu pflegen und gestalten, ihn für seine Gäste zu öffnen, das gehört zu den großen Visionen der Südtiroler Vinum Hotel Besitzer. Für viele Hoteliers ist dieser Traum in Erfüllung gegangen. Manche sind sogar in Personalunion erfolgreiche Weinbauern und Kellermeister.
 
 
Andreas Nicolussi vom renommierten Hotel Weingut Stroblhof ist sogar eine lebende Trilogie: er ist Weinbauer, Kellermeister und Hotelier selbdritt, also: alles in Personalunion! Sogar im Nebel und im Regen, an einem lausigen, Schnee-matschigen Tag wirkt Andreas Nicolussi unter elegantem Cape, eingewickelt in feinste Wolle wie ein unter den Freuden des Lebens in Ehren ergrauter Sechziger aus der Modebranche. Eher aus der französischen denn aus der italienischen. Stänkerer, die ihn gut kennen, behaupten, dass Habitus und Outfit vielleicht wohl auf die eine Hälfte seines Berufslebens, dem Stroblhof-Hotel, hinweisen -, aber kaum auf einen Weinbauern, auf die Stroblhof-Weine. 

In Wahrheit hat der gebürtige Kalterer Andreas Nicolussi, eine der schillerndsten Figuren der Freien Weinbauern Südtirols, eine unerschütterliche Erdung und Bodenhaftung: er redet weniger vom Wein-M-a-c-h-e-n, sondern lieber vom „Draußen“, vom Neigungswinkel der Reben zur Sonne, von Böden und Kleinlagen. „Draußen“, das ist das, wo wunderbare Weine entstehen können, wenn man die Vorzüge seiner Lagen verstanden und zu nutzen gelernt hat.

Andreas´ Schwiegervater hat auf den Stroblhof-Weingütern die Pionierarbeit geleistet, er hat eine, für seine Generation typische, Rebsortenvielfalt gepflegt – vom gemischten weißen Satz mit Weißburgunder als Hauptanteil hat er einen viel beachteten „Strahler“ eingekellert. Früher gab es mehrere „Strahler“, heute ist der Stroblhof-„Strahler“ der letzte Vertreter dieses einst traditionellen Weißwein-Verschnittes – Andreas Nicolussi hat die Sorten drastisch reduziert: 91% Weißburgunder, 2% Ruländer, 7% Chardonnay: „Die Burgundersorten sind auf den hohen Pigenó-Lagen bereits seit über 150 Jahren heimisch. Mit ihnen gelingt mir meine Vorstellung von einem „Strahler“ am besten. “Der Jahrgang 2019 hat einen Bergapfel-Duft, der auch noch beim „Rückverkosten“ nach 2 Stunden betörend bleibt. Die vibrierende Säure und der salzige Durchzug im Gaumen sind charakteristisch für alle Stroblhof-Weine.

Der zweite große Burgunder von Monsieur Nicolussí ist der Blauburgunder (BB), der schwierigste Rotweinteufel im Anbau und im Keller: „Seit dem Um- und Neubau meiner kleinen Kellerei bin ich in der Lage, den Blauburgunder sehr lange und bei konstanter Temperatur unter 25 Grad zu vergären, dadurch werden beim Wein Geschmäcker vermieden, die in Richtung von gekochter Marmelade gehen.“ Deshalb hat auch der „gewöhnliche“ Stroblhof-BB, der „Pigenó“, Stil, Fülle, Weihnachtsgewürz und Burgunderfrucht, also: rote, ein bisschen auch schwarze Kirschen. Der „Riserva“ ist wie der große Bruder: viel eleganter und fülliger; mit seinen markanten Gerbstoffen erinnert er an den verschmitzten Ander Nicolussi im flauschigen Wollpullover.
 
 
Der Vinum Hotels Weinbrief im Mai
„Weine zum Verlieben!“ – Tiefer Keller, Kerzenlicht, funkelnde Weine

Die größten Missverständnisse zwischen Männlein und Weiblein gibt es in den Krimis von Manuel Vazquez Montalban immer dann, wenn es ums Essen und Trinken geht.

Ein Beispiel: „Spiegeleier mit chorizo!“, schwärmt Er – „Na ja.“, sagt Sie. Er, unbeeindruckt von Ihrer Langeweile: „Wenn die gut eingestochenen Würste beim Braten Fett lassen, werden sie aus der Pfanne genommen & warm gestellt. Der Kalorienhammer entsteht dadurch, dass man die Eier im heißen Wurstfett brutzelt. Aber es schmeckt fantastisch.“ – Sie muss jetzt deutlicher werden: „Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich dich nicht geheiratet.“

In den Südtiroler Vinum Hotels können diese Missverständnisse nie geschehen: hier beraten erfahrene, weltgewandte Weinkellner & -Kellnerinnen und hier kochen Meisterköche den Himmel herunter. Bei Kerzenlicht und mit den edelsten Wein-Raritäten aus den Südtiroler Vinum Hotels-Önotheken werden alte Freundschaften vertieft, neue Liebeleien eingefädelt, müde Beziehungen zu neuem Leben erweckt ….

Der Vinum Hotels Südtirol Weinbrief im Mai ist der Erotik des Weines gewidmet!