"Im Handumdrehen. Genial. Einfach. Besser!“

Famose Südtiroler Krapfen aus Meisterhand für die Winterzeit
Mit dem Begriff des Kirchtags sind untrennbar überall auch die Krapfen verbunden. Im Pustertal, so heißt es, hätte man schon am Tag vorher begonnen, zuerst die „Ruspan“, dann die Weizenen und zuletzt am Vorabend noch die Türtln und Nigilan zu backen.

Da es zu diesem Anlass auch die Aufheberkrapfen gab, gingen die Burschen „zi krapfl“, das heißt, bei einer Verehrten um einen Krapfen anzuhalten. Es wird berichtet, dass die Krapfen wie eine Trophäe auf den Hut gesteckt wurden.

Das dürfte allerdings wohl ein Volkskundler-Märchen sein, denn wer ruiniert schon seinen Hut mit einem schmalzigen Krapfen? Fürwahr, Südtirol ist traditionell Krapfen-vernarrtes Bergland.

Welche fantasievolle Vielfalt sich im Laufe der Zeit entwickelte, bringt eine Bäuerin aus dem Eisacktal auf den Punkt: >Hinter jedn Bachl wird a nondoror Kropfn gebochn<“. Der Weinbrief im Jänner ist dem „Gluscht“, der zungenschnalzenden & Mundwässerchen laufenden Lust auf originale Südtiroler Krapfen gewidmet!
 
 
Der gute, alte Meraner Meisterkoch Hans Debeljak ist der Südtiroler Vater unserer Koch-Erkenntnis! Andreas Hellrigl und Giancarlo Godio sei ein Denkmal für ihre Pionierleistungen um unsere gehobene Küche gegönnt -, aber ohne Debeljaks Basisarbeit nach 1945 hätten uns unsere Eltern und Großeltern niemals so gut füttern und erziehen können.

Debeljak ist der Sockel unserer Michelin-Sternköche. Mit Debeljak kann auch bei den Krapfen schiefgehen! Die Zutaten für Faschingskrapfen: 1 kg Mehl, 6 Eidotter, 10 dkg Zucker, 12, dkg Butter, 3/8 Liter Milch, 5 dkg Germ, eine Prise Salz.

 
Bearbeitung:

 Mehl, Zucker, Germ und Salz auf ein Nudelbrett geben, Milch, Butter und Dotter lauwarm gut verrühren, in die Zutaten auf dem Nudelbrett einkneten, den Teig ½ Stunde rasten lassen, nachher ½ cm dick ausrollen, die Krapfen mit einem glatten Ausstecher anzeichnen, auf die Hälfte der angezeichneten Krapfen etwas Marmelade geben, die anderen Hälfte ausstechen und verkehrt darauflegen, den Rand mit den Fingern gut zusammendrücken, die fertigen Krapfen ausstechen, auf ein bemehltes Tuch legen, mit einem leichten Tuch zudecken, aufgehen lassen, die Krapfen vom Tisch wegnehmen, verkehrt ins nicht zu heiße Fett legen, zudecken, backen, bis die untere Hälfte braun ist, die Krapfen umkehren, nicht mehr zudecken, fertigbacken und warm anzuckern. Die Masse ergibt 30 Krapfen.

Nach so viel Geduld und Mühen haben wir Hobbyköche uns natürlich längst den passenden Wein verdient – in allen Vinum Hotels Südtirol können Ihnen natürlich die bestausgebildeten Sommeliers des Hauses mit klugem Rat zur Seit stehen. Empfehlenswert scheinen uns da die hervorragenden Südtiroler Dessertweine, allen voran der rare Rosenmuskateller, der weltweit wohl ein einzigartiger Süßwein aus roten Trauben ist! Der Rosenmuskateller stellt hohe Ansprüche an sein Terroir, er will sehr warme und trockene Lagen und er fordert geduldige Betreuung im Weinberg. Seine Blüte ist weiblich, kann sich also nicht selbst befruchten, was häufig zur Verrieselung führt – dank der überwiegend winzig kleinen Beeren ist der Rosenmuskateller höchst konzentriert.

Der Rosenmuskateller von der Bozner Kellerei Muri-Gries wächst in der warmen Bozner Kaiserau, die Reben sind gerade einmal 30 Jahre alt, das ist ein gutes Alter für hochwertige Erträge. Um das wunderbare Bukett von Rosenduft und Muskataromen noch zu steigern, hat sich Kellermeister Christian Werth dazu entschlossen, die Trauben auch nach der Ernte noch eine gewisse Zeit lang in Kistchen zu trocknen. Das Ergebnis in den kleinen Fläschchen ist dann eine Essenz, die auch nach 10, 15, … 20 Jahren teuflisch-süß, verteufelt gut schmeckt bzw. schmecken wird.