Perlen der Alpen

Die famosen Südtiroler Sekt-Manufakturen

März 2016
Betriebsunfälle waren immer schon der größte Segen für die Weinwirtschaft und Weinliebhaber: Anno 1544 haben die Benediktiner von St. Hilaire, Südfrankreich, ein paar Flaschen im Keller vergessen. Als sie diese wieder entdeckten, machte es „plopp!“ beim Öffnen – der Wein hatte noch mal gegoren und war in Schaumwein verwandelt worden. Der Durst der Patres war zum Glück groß genug, dass sie nichts wegwarfen. Nein, der neue, schäumende Wein schmeckte den Benediktinern so gut, dass sie diesen Betriebsunfall zur Weinregel machten.
 
 
200 Jahre später machte Madame Pompadour, die Mätresse von Ludwig XV., den Sekt endlich salonfähig in der so genannten besten Gesellschaft. „Sekt ist der einzige Wein“, sagte sie während sie darin ein ganzes Bad nahm, „den eine Frau trinken und dabei schön bleiben kann“.

Noch einmal 250 Jahre später lohnt es sich von den 250tausend Flaschen Südtiroler Sekt zu reden, die Jahr für Jahr gemacht werden.

In der Flasche vergorene, sehr rare, wunderbare Tropfen, die bei Champagnerverkostungen regelmäßig im Spitzenfeld landen und die in allen Vinum Hotels angeboten werden:
  • "Comitissa“ des Lorenz Martini (Girlan)
  • "Arunda“ (Sepp u. Marianne Reiterer, Mölten)
  • "Haderburg“ (Luis Ochsenreiter, Salurn-Buchholz)
  • "Praeclarus“ (Kössler-Kellerei St. Pauls)
  • "Kettmeir" (Kaltern)
  • "Von Braunbach“ (Hannes Kleon, Siebeneich)
  • "Erste + Neue Kellerei“ (Kaltern)

 Die Südtiroler Sekt-Manufakturen haben sich auf das ethische Reinheitsgebot der Sekterzeugung eingeschworen: Auf die Flaschengärung, auf das Handrütteln, auf die klassisch-französischen Rebsorten Chardonnay, Weiß- und Blauburgunder.

Aber jede einzelne Südtiroler Sektflasche hat in der globalisierten, standardisierten Sektwelt etwas unverwechselbar „Handwerkliches“, verbunden mit der typisch frischen „alpinen“ Bodenhaftung und Säure:
Der „Comitissa“ erinnert mit seinem zartbitteren Finale an kandierte Orangen- und Zitronenschalen – der „Praeclarus“ hat eine feine Hefenote, man glaubt ein frisches Brot mit getrockneten Birnen im Gaumen zu zerkauen – der „Kettmeir“ und der Sekt der „Ersten + Neuen“ wirken sehr jugendlich, die Perlage ist lebhaft, sie duften nach reifen Äpfeln und Pampelmusen – der „Von Braunbach“ perlt mild, das Gaumengefühl ist üppig, das Finale überraschend anhaltend – und schließlich der „Haderburg Pas Dosé“ und der „Arunda Riserva“: sehr fleischig, sehr barock-füllig am Gaumen, absolut ausgewogene Perlage.
Vorschau auf den VINUM Hotels Weinbrief im April

Hinaus in die Wein-Landschaft!
Wenn es in den Südtiroler Weinanbaugebieten Frühling wird, laden viele Kellereien und Weinbauern zu speziellen Genuss-, Erlebnis- und Wein-Wandertagen ein. Dabei können die Gäste Einblicke in die Kellerarchitektur gewinnen, Weinverkostungen unter den Reben, sowie kulinarische Leckerbissen und noch vieles mehr erleben. Erleben Sie mit uns einen entspannenden Spaziergang zwischen urigen Kellern, steilen Rebenhängen und sanften Weinstraßen.