Die Südtiroler Kellereigenossenschaften sind weltweit die besten!

behauptet seit Jahren und Jahrzehnten der „Gambero Rosso“, der wichtigste Weinführer Italiens.
Februar 2017 - Ein Blick hinter die Kulissen der berühmten Wein-Genossen

Die Premiumweine der Südtiroler Kellereigenossenschaften sind längst auf den wichtigsten Weinkarten der Welt angekommen: von der noblen „Enoteca Pinchiorri“ in Florenz bis zum „Oriental Hotel“ in Bangkok, vom Gourmet-Landhaus „Stricker“ auf Sylt bis zum angesagten New Yorker Feinschmeckertempel „Neta“. Überall auf der Welt finden Weinliebhaber Edelweine der Südtiroler Genossen.

 
 
Um den kometenhaften Aufstieg der Südtiroler Kellereigenossenschaften in den letzten zwei Jahrzehnten besser zu verstehen, ist es hilfreich einen Blick zurück zu den Anfängen des Wein-Genossenschaftswesens im 19. Jahrhundert zu machen.
Im Jahre 1874 wurde die landwirtschaftliche Landeslehr- und Versuchsanstalt in San Michele (Provinz Trient, bis 1918 ein Teil Tirols) gegründet – ein knappes Vierteljahrhundert nach der Einführung der ersten französischen Rebsorten in Südtirol. Das österreichische Landwirtschaftsministerium gewährte der Landesversuchsanstalt größtmögliche finanzielle Unterstützung in der Weinbauforschung. Edmund Mach, Institutsgründer und erster Direktor in San Michele, schuf das wissenschaftliche Fundament des modernen Tiroler Weinbaus. Er ließ in den institutseigenen Weinbergen zu Forschungszwecken die wichtigsten einheimischen und Erfolg versprechenden ausländischen Rebsorten anpflanzen. Mach erforschte die Tiroler Klima- und Bodenverhältnisse, um ideale Sorten/Lagen-Abstimmungen empfehlen zu können. Außerdem besaß Mach wirtschaftspolitischen Weitblick. Er unterstützte die gegen Ende des 19. Jahrhunderts wirtschaftlich angeschlagenen Klein- und Kleinstbauern bei der Gründung von Kellereigenossenschaften. Die ersten entstanden in Andrian, Terlan, Neumarkt, später folgten alle wichtigen Weinbaugemeinden diesem Beispiel. Der Visionär Edmund Mach sah den Zusammenschluss als notwendigen Akt der Selbsthilfe. Durch gemeinsame Einlagerung und Verkauf, sowie durch rationelle Kelterung waren die Genossenschaften auf dem Weinmarkt konkurrenzfähig und das hieß für jeden einzelnen Weinbauer, dass er seine Weintrauben nicht mehr zu jedem gebotenen Mindestpreis an irgendeinen Händler verkaufen musste.

Durch strenge Selektionen der Trauben im Weinberg und qualitätsorientierte Auszahlungspreise haben die Südtiroler Wein-Genossen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Hitparade der Weinführer gestürmt. Terlan gehört schon lange zu den renommiertesten Kellereien Südtirols, durch den legendären Kellermeister Waschtl Stocker haben die Terlaner Weißweine Weltruhm erlangt. Stockers Nachfolger Hartmann Donà vorher und dann Rudi Kofler haben mit dem Lagrein „Porphyr“ und dem Blauburgunder „Montigl“ bewiesen, dass neben den Weißweinen mit Weltformat („Grande Cuvée“, Sauvignon „Quarz“, Weißburgunder „Vorberg“) auch ein paar rote Terlaner erstklassig sind.

Im Jahre 2000 hat der „Gambero Rosso“ die Kellereigenossenschaft St. Michael/Eppan mit dem phänomenalen Kellermeister Hans Terzer an der Spitze zur besten Kellerei Italiens gekürt
– und 4 Jahre später war es derselbe wichtigste italienische Weinführer, der Willi Stürz (Kellermeister der Kellereigenossenschaft Tramin) zum besten Önologen des Jahres krönte.

Die Vinum Hotels Südtirol feiern und unterstützen ihre ausgezeichneten Önologen in den schönen, hauseigenen Vinotheken: Gewürztraminer „Nussbaumer“, Lagrein „Taber“, Sauvignon „St. Valentin“, Weißburgunder „Sanctissimus“, Blauburgunder „Vigna Ganger“, Cabernet „Lafóa“, Merlot „Brenntal“, Sylvaner „Sabiona“ …. hier findet der Gast alle hochdekorierten Weine, mit denen die Südtiroler Genossenschaftskellereien in den letzten Jahrzehnten berühmt geworden sind!
 
 
Vorschau auf die Vinum Hotel Weingeschichte im März:

„Rettet den Vernatsch!“ – So dramatisch rüttelte vor 20 Jahren die renommierte Schweizer Weinzeitschrift „Vinum“ die Südtiroler Weinszene wach, weil die Vernatsch-Anbaufläche rasant geschrumpft worden war. Die VINUM Hotel Weingeschichte im März ist ein Plädoyer für den leichten, typischsten Südtiroler Rotwein. Der moderne Südtiroler Vernatsch besticht durch Finesse und Eleganz und verblüfft durch erstaunliche Langlebigkeit!